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Was Erfolgs-Bashing ist und wie es uns Unternehmerinnen schadet
Was Erfolgs-Bashing ist und wie es uns Unternehmerinnen schadet

Du möchtest lieber hören? Hier findest du die Podcast-Folge zum Artikel.

Bestimmt hast du die Welle an Blog-Artikeln und Social Media-Posts schon mitbekommen, die kritisch zum Erfolg und dem Marketing anderer Unternehmerinnen stehen. Vielleicht hast du dich davon angesprochen gefühlt, vielleicht auch nicht. Und vielleicht ist dir auch gar nicht klar, wie destruktiv Erfolgs-Bashing gerade für uns Frauen ist. Mir ist es unheimlich wichtig, über dieses Thema zu sprechen, denn es ist meine Überzeugung, dass wir kein Bashing, sondern Unterstützung und Rückenwind brauchen, wenn wir uns als erfolgreiche und zukunftsweisende Unternehmerinnen in einer noch hauptsächlich männerdominierten Business-Welt behaupten wollen.

Aber lass uns von vor beginnen:

Was ist Erfolgs-Bashing?

Das englische Wort “Bashing” bedeutet so viel wie “heftige, herabsetzende Kritik”. Damit ist Erfolgs-Bashing das Negieren, Relativieren oder Kritisieren des unternehmerischen Erfolgs von Kolleginnen, Mentorinnen, anderen Coaches und deren Methoden.

Erfolgs-Bashing bedeutet auch, unternehmerischen Erfolg oder Teile davon geradezu abzulehnen. Es ist völlig klar, dass wir alle eine unterschiedliche Vorstellung von Erfolg haben – vielleicht ist es die 3-Tage-Woche, die passiven Einkünfte oder einfach das entspannte orts- und zeitunabhängige Arbeiten. 

Trotzdem gehören zu einer unternehmerischen Erfolgsvorstellung auch Zahlen. Am schnellsten und leichtesten lässt sich Business-Wachstum am Jahresumsatz ablesen – und ich weiß, dass dieser Gedanke auf ganz viel Widerstand stößt. Nein, Umsatz ist nicht gleich Gewinn und Umsatz verrät uns noch nicht, was hinter den Kulissen eines Unternehmens passiert. Trotzdem sind wir als Unternehmerinnen am Wirtschaftsgeschehen beteiligt und dazu gehören zwei wichtige Faktoren: Wir investieren und wir machen Umsätze.

Während ich meinen Gewinn erst nach 1 oder 2 Jahren sicher weiß (wenn ich die Steuererklärung für das jeweilige Jahr gemacht habe), habe ich meinen Umsatz immer im Blick. Und selbstverständlich gibt mein Umsatz mir auch eine Vorstellung von meiner Liquidität und zeigt mir, was ich in mein Business investieren kann, um weiterwachsen zu können.

Wie wird Erfolg relativiert?

Erfolg zu relativieren, bedeutet zum Beispiel zu argumentieren, man wisse gar nicht, wieviel Arbeitsstunden jemand aufgebracht hat, um diesen Erfolg zu erreichen. Ehrlich gesagt: Das geht auch niemanden etwas an. Es ist und bleibt dir selbst überlassen, ob du eine 40-Stunden-Woche oder eine 15-Stunden-Woche anstrebst. Niemand hat das Recht, aufgrund von zu wenig oder zu viel Arbeitszeit deinen Erfolg zu relativieren.

Genauso die Sache mit dem Team: Erfolgs-Bashing behauptet beharrlich, Unterstützung würde Umsatz-Größen relativieren. Ob wir ein großes oder ein kleinen Team haben oder lieber solo fliegen, bleibt aber uns selbst unterlassen. Und Fakt ist: mit mehr Unterstützung kann ich größeren Impact haben. Ein Unternehmen aufzubauen, dass für anderen Menschen Perspektive, Kooperationsmöglichkeiten oder Arbeitsplätze schafft, ist außerdem eine wunderbare Sache.

Gerade wir Frauen sollten uns gegenseitig dabei bestärken, Unterstützung anzunehmen. Oft fällt uns das nämlich sowieso schon schwer. Ich weiß noch, dass auf einer Business-Checkliste meine Mentorin für ein bestimmtes Business-Stadion “Haushaltshilfe engagieren” stand. Und ich bin heute noch froh darüber, denn diese Checkliste hat mich meine Hemmungen überwinden lassen, mir zu Hause Unterstützung zu holen – und diese Unterstützung war ein Game Changer für mein Business und unsere Lebensqualität als Familie.

Erfolg relativieren kann auch bedeuten, Investitionen zu bashen. „Klar war der Launch 6-stellig, sie hat ja auch 90.000 Euro für Facebook-Ads ausgegeben!“ Ich glaube kaum, dass das so stimmt. Und grundsätzlich gehören Investionen und Ausgaben für Marketing, Team und Software zu einem wachsenden Unternehmen. Die Vorstellung der Solopreneurin, die alles alleine und rein organisch stemmt, ist wahrscheinlich das ultimative Ticket in den Burnout.

Manipulatives Marketing?

Let’s talk about Marketing: Bestimmt hast du da auch schon einiges mitbekommen. Es wird alles gebasht, was uns nachweislich dabei hilft, unsere Angebote zu verkaufen. Strategisches Marketing und wirksame Stratgien wie zum Beispiel ein Kurs-Launch werden als “Bro-Marketing” und „pure Manipulation“heruntergeputzt. Newsflash: Du wirst auch im Supermarkt manipuliert. Und zeitlich befristete Angebote hat wahrscheinlich auch dein Lieblingsladen. Fakt ist aber: wenn ein Unternehmen wirtschaftlich wachsen möchte, sind Marketing und Werbung essentiell. Daran dürfen wir uns auch als Online-Unternehmerinnen gewöhnen.

Das Traurige ist, dass Erfolgs-Bashing Frauen, die sowieso schon unsicher sind ob sie überhaupt für ihre Leistungen Geld nehmen und für sich selbst werben dürfen, noch mehr verunsichert werden. Erfolgs-Bashing ist damit das Gegenteil von Empowerment: Es reißt uns als Unternehmerinnen kollektiv herunter und bringt uns in punkto Gleichberechtigung keinen Schritt weiter. 

Natürlich ist es wichtig, dass du beim Marketing und generell im Business deinen Werten und deinem eigenen ethischen Kompass folgst. Aber niemand sollte sich schämen müssen, weil sie in einem Launch ein lebensveränderndes Produkt erfolgreich verkauft hat. Ich bin auch dafür, unseren Käuferinnen ein gewisses Maß an Mündigkeit und Selbstverantwortung zuzutrauen. Klar gibt es gerade in der Online-Coaching-Szene auch schwarze Schafe, aber die sind im Erfolgs-Bashing, wie es gerade um sich greift, gar nicht gemeint.

Stop the Sabotage!

Indem du Erfolg anderer bashst, sabotierst du deinen eigenen Erfolg. Das ist ganz klar, denn du vermittelst deinem Gehirn die Vorstellung, Erfolg ist schlecht, verwerflich oder ethisch nicht vertretbar. Und für “Erfolg” kannst du ganz verschiedene Begriffe einsetzen: den profitablen Launch, das gewachsene Team, die passiven Verkäufe, die conversion rate deiner Verkaufsseite.

Versuche stattdessen einmal reinzuspüren, was Erfolg für dich bedeutet. Du darfst immer deiner eigenen Erfolgsvision folgen. Vielleicht sind es für dich nicht die 7-stelligen Jahresumsätze – was nicht heißt, das dieses Ziel verwerflich oder unethisch ist.

Fazit

Du bist für alle deine Business-Entscheidungen selbst verantwortlich. Erfolg ist im Online-Space noch weitestgehend selbstgemacht – und du darfst deinen eigenen Weg finden, diesen Erfolg zu leben. Andere zu bashen, ist dafür aber keine gute Strategie, auch wenn es kurzfristig vielleicht Zuspruch und Likes bringt. 

Es kann eine schöne Wachstumserfahrung sein, dich von erfolgreichen Frauen inspirieren zu lassen. Du musst es ja nicht genauso machen wie sie, aber der Erfolg anderer Frauen kann uns durchaus zeigen, was für uns möglich ist – wenn wir aufhören, ihn zu relativieren und kleinzureden.

Ich bin ja auch Fan von gutem Karma: Wenn du dich in deinem Business auf Positives fokussierst, wird vieles leichter. Mit positiven Botschaften und einem Marketing, mit dem du dich wohl fühlst und deinen Werten folgst, wirst du für andere zum Leuchtturm – ganz ohne Bashing.

2 Kommentare

  1. Judith

    „Die Vorstellung der Solopreneurin, die alles alleine und rein organisch stemmt, ist wahrscheinlich das ultimative Ticket in den Burnout.“
    Ja! JA! JAAA! Ich war eine von denen, die als Freelancer alles selbst gemacht hat. Das war irgendwann einfach zu viel, ich war komplett ausgebrannt. Klar, der Start in mein Online-Business war auch anstrengend, aber heute arbeite ich bei weitem weniger als früher als normale Freelancerin. Aber auch hier kommen die Relativierer und wollen mir weismachen, dass ich in Wirklichkeit doch viel mehr arbeite, als ich sage. Und ich frage mich immer wieder: was erhoffen die sich davon? Fühlen sie sich dann besser, wenn sie mir vermeintlich nachweisen, dass ich doch voll das Arbeitstier bin? 🙄

    Antworten
    • Maria de Moraes Bonilha

      Ja mir geht es auch so. Solche Kommentare sind übergriffig und ich frage mich auch, was das überhaupt bringen soll und warum es so viel Zuspruch bekommt.

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