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3 Website-Mythen und wie das Schreiben leichter für dich wird

Ich brenne für richtig gute Webseiten. Webseiten, die strahlen. Die Persönlichkeit zeigen. Auf denen ich mich willkommen fühle und gern stöbere. Webseiten, die mir genau zeigen, wofür eine Unternehmerin steht. Was ihre Arbeitsweise besonders macht. Wie sie mir helfen kann. Aber vielen Unternehmer:innen fällt es schwer, eine solche Webseite zu schreiben. Neben den Fragen “Wo fange ich an?” und “Wie soll ich das strukturieren?” schiebt sich oft noch der eine oder andere Mythos in unser Unterbewusstsein, der uns das Schreiben erschwert. Hier zeige ich, wie du sie in den Wind schlägst und mehr Leichtigkeit ins Schreiben bringst.

Mythos 1: Hauptsache seriös!

Gerade Online-Selbstständige wie Coaches, Berater:innen oder Dienstleister:innen tappen mit ihrer ersten Webseite oft in diese Falle. Es beginnt mit der Domain: Statt des eigenen Namens wird etwas gewählt, das wie ein Firmenname klingt. Wir denken, dass wir damit besonders seriös wirken, aber leider läßt uns ein generischer Name wie “Agentur XY” oder XY Coaching und Beratung” nicht aus der Masse hervorstechen – im Gegenteil.

Wenn du allein oder mit einem kleinen Team selbstständig bist, empfehle ich dir, den Weg der Personenmarke zu wählen. Dabei machst du deinen Namen groß, du stehst mit deinem Namen für und hinter deinem Business. Warum ist das eine gute Wahl? Weil in “Personenmarke” das Wort “Person” steckt, und dahinter steht eine Persönlichkeit. Und Persönlichkeit ist das, was uns im Gedächtnis bleibt. Langweilige, generische Firmennamen eher nicht.

Ich gebe dir ein Beispiel: mein Mann begeistert sich seit einigen Wochen für Aquarellmalerei. Gestern hat er dafür einen Online-Kurs gekauft und mir über die Dozentin erzählt. “Das war die, die schon in so vielen Ländern gelebt hat. Sie hat 3 Kinder und reist mit ihrer Familie und dem Wohnwagen durch die Welt. Und sie ist auch vegan!”
Bestimmt gibt es hunderte solcher Kurse und genauso viele talentierte Dozentinnen. Mein Mann hat sich jemanden ausgesucht, der ihm sympathisch war. Er hat die Person hinter dem Angebot gesehen und sich nicht gefragt, ob sie “seriös” ist oder nicht – dafür gibt es schließlich Testimonials und Arbeitsproben.

Mythos 2: Professionelle Distanz wahren

“Ich spreche meine Kundinnen bei Facebook und im Coaching natürlich mit “du” an. Aber auf der Webseite geht das doch nicht – da habe ich das “Sie” gewählt.”

Das höre ich so oft! Und ich frage dann: Wo liegt der Unterschied zwischen Social Media, direktem Kontakt und Webseite? Manchmal sind wir immer noch im Glauben, dass eine Webseite etwas Statisches und Unnahbares ist. Eine Formalität, die einfach dazugehört. Das ist so schade, denn eine Webseite hat gerade für ein Online-Businesss ein so enormes Potential.

Unsere Webseite ist das Zuhause für unser Business. In verschiedenen Räumen zeigen wir, wer wir sind, was uns wichtig ist und was wir anbieten. Wir geben Einblick in unsere Arbeitsweise und zeigen, was uns einzigartig macht. Aber dafür ist es notwendig, dass wir aus der Komfortzone des aalglatten, generischen Textes ausbrechen und uns mit unseren Ecken und Kanten zeigen. So entsteht eine “Angriffsfläche” für unsere Besucher:innen: Sie können leichter mit uns in Verbindung gehen.

Verbindung ist der erste Schritt hin zu Beziehung. Und wir alle wünschen uns schließlich Beziehungen zu unseren Kund:innen! Deshalb mein Tipp: versteck dich nicht hinter einer Mauer, die Distanz schafft. Werde sichtbar, werde nahbar und gehe auf deine Kund:innen zu. Das kannst du tun, indem du ihnen zeigst, wer du bist und was dich ausmacht. Und indem du sie gleich so ansprichst, wie du ihnen später auch im Kurs oder in deinem Coaching begegnest.

Mythos 3: Für mich interessiert sich niemand.

Die “Über-mich”-Seite ist für viele Unternehmer:innen der schwierigste Part – selbst wenn sie eigentlich gern schreiben. Warum ist das so? Oft versteckt sich da ein Glaubenssatz in unserem Unterbewusstsein: “Für mich interessiert sich doch eh niemand!” Manchmal denken wir, wir müssten überall auf unserer Webseite über unsere potentiellen Kund:innen schreiben, damit sie sich angesprochen fühlen. Und dann entstehen Über mich-Seiten, die mit Sätzen wie “Wünschst du dir auch ein erfüllteres Leben? Dann bist du hier richtig!” beginnen.

Die Sache ist aber: Wenn ich auf deine Über mich-Seite klicke, interessiere ich mich wirklich für dich! Sonst wäre ich nicht dort! Und ich möchte nun wirklich etwas über dich erfahren: Über deinen Weg, deine Geschichte; über dich als Person. Sonst würde ich einfach auf die Angebotsseite gehen oder auf deiner Startseite bleiben.

Also: Trau dich und schreib deine Geschichte! Sie macht dich einzigartig und lässt dich im Gedächtnis bleiben. Du wirkst dadurch sofort nahbarer, menschlich, sympathisch! Und du inspirierst vielleicht deine zukünftigen Kund:innen auch gleich dazu, dir etwas über sie zu erzählen.

Storytelling ist mehr als der neueste Marketing-Trend. Ja, es stimmt, dass du mit gut erzählten Geschichten deine Verkaufsrate erhöhen kannst und generell mehr Kund:innen anziehen wirst. Aber es gibt noch eine andere Dimension: es kann Freude machen, über uns selbst zu schreiben. Darüber, wofür wir brennen, was uns wichtig ist, wo wir herkommen und welchen Weg wir gegangen sind. Das kannst du wunderbar für dich nutzen!

Fazit: Mach es dir leicht!

Wenn wir denken, wir müssten uns verstellen und verbiegen, fühlen wir uns schnell blockiert. Dann geht es beim Schreiben nicht gut voran und wir hinterfragen uns ständig. “Wirke ich jetzt seriöse / professionell / authentisch?” Diese Frage solltest du dir aber überhaupt nicht stellen müssen!

Mach es dir leicht und schreibe über Sachen, die dich begeistern und für die du brennst. Auch – und gerade – auf deiner Webseite! Damit hebst du dich von der Masse ab und zeigst, dass hinter deiner Marke eine starke Persönlichkeit steht. Schreibe so, wie du mit deinen potentiellen Kund:innen auch sprechen würdest! Dieser Tipp verunsichert erst viele meiner Mentees (“Ja aber ich kann doch nicht…”) und führt dann zu einer einer riesigen Erleichterung.

Wenn wir uns entscheiden, online zu arbeiten, stecken wir oft noch tief drin im “Offline-Denken”. Mach dir bewusst, dass online andere Konventionen gelten und dass es vor allem darum geht, dass du dich zeigst und in Erinnerung bleibst. Das tust du automatisch, wenn du von dir selbst erzählst. Also: Trau dich, mit deiner Persönlichkeit sichtbar zu werden und mach deine Webseite zu einem richtig einladenden Zuhause für dein Business! Dann werden Besucher:innen sich bei dir wohlfühlen und gern bleiben wollen.

2 Kommentare

  1. Julia

    Ein toller Artikel, in dem ganz viel Wahrheit steckt. Vielen Dank dafür. Fühle mich selbst leicht ertappt bei dem Firmennamen 😉 Gerade wenn man aus der Industrie kommt und sich dann als Einzelunternehmerin selbstständig macht, ist das ein typischer Fehler, da stimme ich Dir voll und ganz zu. Viele Grüße ans Meer 🙂

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    • MariaBonilha

      Danke liebe Julia, ich freue mich, dass mein Artikel dir gefallen hat. Mir selbst ging es beim Start in die Selbstständigkeit übrigens genauso!

      Alles Gute für dich & dein Business mit lieben Grüßen von der Insel
      Maria

      Antworten

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